| |  |  |  |  |  |  |  | Beitrag IITB |
|  |  | Das Fraunhofer IITB betrachtet aufgrund seiner Ausrichtung Systeme schwerpunktmäßig immer aus einer anwendungsorientierten, ganzheitlichen Sicht und nicht nur aus einer methodenorientierten, isolierten Sicht.
Der Beitrag des IITBs befasst sich mit dem System Engineering für "Kritische Systeme". Unter dem Begriff "Kritische Systeme" werden Systeme verstanden, bei denen die Risiken, die aus dem Betrieb entstehen können, immer beachtet werden müssen. Die Risiken können vielfältiger Natur sein: Gefährdung des Menschen, der Umwelt, Nichterfüllung einer wichtigen Aufgabe, großer wirtschaftlicher Verlust u.s.w. Der Eintritt von Risikoszenarien ist nach Möglichkeit zu verhindern bzw. die Auswirkung bei Eintritt über geeignete Maßnahmen zu begrenzen. An die Systeme werden daher hohe Anforderungen bezüglich der Funktionalität, insbesondere auch der Qualität mit der diese Funktionalität erbracht werden muss, gestellt. Beispiele für nicht funktionale Anforderungen sind Anforderungen bezüglich der Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Leistung. Unter dem Begriff Leistung verbergen sich unter anderem das Durchsatz- und Zeitverhalten. Maßnahmen zur Beherrschung des Risikos sind z. B. auf der einen Seite Perfektion, zur Reduktion von Fehlern, und auf der anderen Seite Fehlertoleranz, Diversität, Redundanz usw., um den Eintritt von Fehlern und deren Auswirkungen zu beherrschen. Ziel muss es sein, alle Anforderungen möglichst vollständig und frühzeitig zu erkennen, Designfehler im Frühstadium zu entdecken, optimale Systemlösungen auch bei gegensätzlichen Entwurfskriterien zu finden, Systeme mit vorhersagbaren Eigenschaften zu projektieren und Systeme vollständig, insbesondere risikolos testen zu können.
Das IITB setzt bei diesen Aufgaben schwerpunktmäßig auf die Methoden Modellbildung, Simulation und Testen. Diese Methoden können über alle Phasen des Systemlebenszyklusses für unterschiedlichste Aufgabenstellungen eingesetzt werden. Die eingesetzten Methoden und Verfahren werden in software-kompetenz.de detailliert beschrieben und in den allgemeinen Vorgehensprozess bei der Systementwicklung eingeordnet.
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