Eintrag kommentierenErfahrung zum Thema berichtenEintrag bewerten
Dieser Eintrag wurde im Schnitt mit 0 von 5 Punkten bewertet
Verfahren
Die Rolle von Konstruktionsprinzipien in der Validierung
Methode/Technik:11093
Externe Quellen zum Thema NEU: Externe Quellen zum Thema suchen 
Beschreibung
Die Formen der internen und externen Validierung sind plausibel und werden weitgehend akzeptiert. Jedoch sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass es nicht allein genügt, einen empirisch belegten Zusammenhang zwischen einem Ziel einerseits und messbaren Größen andererseits zu etablieren. Dies vernachlässigt den kausalen Zusammenhang zwischen dem Ziel und dem Kontrollinstrument, das die Zielgerichtetheit aller Tätigkeiten sicherstellt.

Der Prozess zur Definition eines Maßes beschreibt, wie ausgehend von einer intuitiven Vorstellung eines Qualitätsziels ein praktisch anwendbares Kontrollinstrument abgeleitet wird. Wichtiger Faktor ist dabei ein Qualitätsmodell, das über mehrere Ebenen hinweg das Ziel schrittweise verfeinert. Es ist insbesondere wichtig, auf einer der Zwischenebenen Konstruktionsprinzipien anzugeben, weil nur auf diese Weise eine Verbesserung des Entwicklungsprozesses erreicht werden kann. Um größtmöglichen Nutzen aus Messprogrammen zu ziehen, sollte die Erreichung von Qualitätszielen nicht nur im Nachhinein überprüft werden. Werden die Messwerte auch mit den zwischengelagerten Konstruktionsprinzipien assoziiert, lässt sich eine Rangliste erfolgreicher Methoden extrahieren. In späteren Projekten sollte die Anwendung dieser erfolgreichen Konstruktionsprinzipien forciert werden.

Das Erfahrungswissen, welche Konstruktionsprinzipien zur Erreichung eines bestimmten Qualitätsziels anzuwenden sind, wird Experten der Softwareentwicklung („Gurus“) zugesprochen. Diese Prinzipien dienen als Brücke zwischen einem intuitiven Qualitätsziel und einer konkreten Realisierung des Ziels in Form einer lauffähigen Software. Üblicherweise werden die Konstruktionsprinzipien in der Literatur nicht explizit hervorgehoben, sondern erscheinen als gewöhnliche Zwischenziele eines Qualitätsmodells. Die gesonderte Nennung soll vor allem zur Folge haben, dass man sich der Methodik, mit der ein Qualitätsziel erreicht werden kann, bewusst wird.

Zum Vergrößern bitte klicken


Es ergeben sich somit zwei neue Aufgaben für die Validierung. In obenstehender Abbildung sind diese rot gekennzeichnet.

Kontrolle: Mit Hilfe von Metriken soll die Einhaltung von Konstruktionsprinzipien fortlaufend überprüft werden. Dazu ist sicherzustellen, dass die abgeleiteten Metriken gute Prädiktoren für die identifizierten Prinzipien sind. Dieser Schritt findet im Rahmen der externen Validierung tatsächlich statt.

Prinzipienvalidierung: Gewöhnlich werden die in einem Qualitätsbaum abgeleiteten Zwischenziele nicht in Frage gestellt, weil damit kein praktischer Nutzen verbunden wird. Sollen jedoch einige Ziele als Erfahrungswissen in Form von Konstruktionsprinzipien eingebracht werden, ist abzusichern, dass diese wirklich den gewünschten Effekt auf die zu entwickelnde Software haben. Es ist der Nachweis zu führen, dass sich die Konstruktionsprinzipien infolge wiederholter erfolgreicher Anwendung tatsächlich bewährt haben.

Beide Aufgaben sind spezifische Formen der externen Validierung und können mit den dort geschilderten Techniken durchgeführt werden.


Externe Quellen zum Thema NEU: Externe Quellen zum Thema suchen 
 Eintrag kommentieren 
 Eintrag bewerten 
 Erfahrung zum Thema berichten 
Zu dieser Seite wurden noch keine Kommentare oder Bewertungen abgegeben.
 
Zum Seitenanfang Top Drucken Impressum AGB
Home

VSEK ©2001-2012